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Schwarzes Gold in Rheinland-Pfalz

Aktualisiert: März 23

Wie die Stiftung Lebensraum Zukunfts(t)räume schafft!


Was sucht der gute alte Dagobert Duck denn wohl am Amazonas? Die Reise hat er sicher nicht nur angetreten, weil er seinen Neffen Tick, Trick und Track eine Freude machen möchte. Nein, Dagobert ist geschäftlich in Brasilien unterwegs und hört dort von dem "schwarzen Gold". Schnell reimt er sich zusammen, dass es sich um Erdöl handeln muss und begibt sich auf die Suche danach in den Urwald.

Wie sich herausstellt meinten die Brasilianer mit schwarzem Gold jedoch gar kein Erdöl und Dagobert geht bei seinem Beutezug in den Urwald leer aus. Doch gelernt hat er etwas in dieser Geschichte: Die Brasilianer bezeichnen Kautschuk als schwarzes Gold.


Es gibt noch ein weiteres Schwarzes Gold des Amazonas und das ist "Terra Preta" - die schwarze Erde. Etwa zehn Prozent der Fläche am Amazonas Gebiet ist von ihr bedeckt und deutet auf eine vor zwei- bis dreitausend Jahren dort siedelnde landwirtschaftliche Hochkultur hin. Dieses Land ist immer noch hoch fruchtbar, was nicht zuletzt an der durch Menschen bearbeiteten Erde liegt, der Terra Preta. Durch ihren Holzkohleanteil ist die Erde sehr speicherfähig und tierische und menschliche Abfälle reichern sie wie Dünger an.


Warum erzähle ich das alles? Weil Terra Preta, neben anderen Maßnahmen, ein wichtiger Schlüssel für nachhaltige Landwirtschaft ist. Auch in Deutschland und vermutlich überall auf der Welt.


Das haben auch circa 30 Bürger aus Rheinland-Pfalz im Blick, die sich zusammen getan haben und die STIFTUNG LEBENSRAUM gründeten.



Unter dem Motto BODEN GUT MACHEN - KLIMA SCHÜTZEN agiert die Stiftung Lebensraum in Rheinland-Pfalz seit gerade mal zwei Jahren, doch bereits in starker Formation und mit einem ausgeklügelten Konzept. Auch Terra Preta ist Bestandteil der Themenvielfalt der Stiftung. An ihrem Sitz, dem Hengstbacherhof, entsteht ein Interaktiver Lehrpfad zu regenerativer Landwirtschaft. Immer am letzten Samstag im Monat (zumindest wenn kein Ausgangsverbot herrscht) gibt es hier die Möglichkeit mehr über MENSCH, BODEN, WASSER und LUFT zu erfahren. Neben einer Terra Preta Anlage gibt es hier ein Hühnermobil und Gemüsebau mit hohen Erträgen auf kleinen Flächen im Modell.


Die Gründer der Stiftung bringen alle nötigen Fachkompetenzen, Leidenschaft für Mensch und Natur und viele gute Ideen mit.


Ein besonderer Fokus der Stiftung liegt auf der Humus-Initiative.

Wir brauchen keine reine CO2-Kompensation, sondern vielmehr „Klima-Verantwortung“. Das gilt für Unternehmen, Kommunen und Bürger*innen im gleichen Maße.

Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Zertifikat-System durch das Landwirte, Unternehmen und Bürger in die Verantwortung für und die Nutzung von "gutem Boden" einbezogen werden. Ein rundes Konzept über das wir euch bald noch mehr berichten werden!


Wer neugierig geworden ist, der kann sich auf der Hompage der Stiftung weiter informieren:

https://stiftunglebensraum.org/humus-initiative-boden-gut-machen


Ich bin der Meinung, dass wir diese Stiftung brauchen, und viele Menschen, die dieses Projekt unterstützen, denn wir werden auch in Zukunft VIEL GUTEN BODEN für eine gesunde Ernährung brauchen.

Herzlich

Kristine :)

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